Eines der wichtigsten Monumente badischer geschichte

Grabkapelle Karlsruhe

Badisches Wappen an der Fassade von Schloss Karlsruhe; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Sandra Eberle
Die Markgrafen und Grossherzöge von Baden

Meilensteine

Schon im Jahr 1112 sind die Markgrafen von Baden erstmals nachweisbar – in Baden-Baden. Aber warum residierten sie später an anderen Orten – und ab wann trugen sie den Titel „Großherzöge“?

Luftaufnahme des Alten Schlosses Hohenbaden; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Das Alte Schloss Hohenbaden, Stammsitz des Hauses.

Die Markgrafen von Baden

Hermann II. lebte Anfang des 12. Jahrhunderts in Baden-Baden und gehörte zu einem Adelsgeschlecht, das die Region über Jahrhunderte prägte. Zuvor hatte die Familie vor allem im Breisgau und im mittleren Neckarraum bei Weilheim unter Teck gewirkt. Marchio de Baduon nannte sich Hermann II. und diesen Namen übernahm er von seiner Burg. Das Alte Schloss Hohenbaden wurde zum Stammsitz der Familie. Bis heute ist die stimmungsvolle Ruine ein beliebtes Ausflugsziel.

Porträt des Großherzogs Karl Friedrich von Baden um 1790; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Steffen Hauswirth

Großherzog Karl Friedrich von Baden um 1790.

Zwei Linien: Baden-Baden und Baden-Durlach

Wenn ein Markgraf starb und mehrere Söhne hinterließ, wurde der Besitz geteilt. Seit dem 16. Jahrhundert gab es daher die Linien Baden-Baden und Baden-Durlach. In der Barockzeit wünschte jeder absolutistische Herrscher eine repräsentative Residenz: Ludwig Wilhelm von Baden-Baden zog 1705 in das neue Schloss Rastatt, Karl Wilhelm von Baden-Durlach gründete 1715 Schloss und Stadt Karlsruhe. Nach dem Aussterben der Baden-Badener 1771 übernahm Karl Friedrich von Baden-Durlach deren Besitz – ein großer Gebietszuwachs.

Baden wird Grossherzogtum

1806 war ein einschneidendes Jahr: Das Heilige Römische Reich wurde aufgelöst. Baden stand in der Abhängigkeit und zugleich in der Gunst vom französischen Kaiser Napoleon. Durch ihn wurde Markgraf Karl Friedrich zum Großherzog erhoben und bekam große Gebiete hinzu. Auch Schlösser wie Mannheim, Schwetzingen, Heidelberg und Bruchsal gehörten nun in seinen Herrschaftsbereich. Doch ein Traum erfüllte sich nicht: König zu werden. Dies blieb den Nachbarstaaten Württemberg und Bayern vorbehalten. Noch weitere hundert Jahre später ging die Monarchie auch in Baden zu Ende – Großherzog Friedrich II. dankte 1918 ab.

Luftaufnahme der Großherzoglichen Grabkapelle Karlsruhe; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Grablege der badischen Herrscher.

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