Eines der wichtigsten Monumente badischer geschichte

Grabkapelle Karlsruhe

Mittwoch, 5. April 2017

Großherzogliche Grabkapelle Karlsruhe | Allgemeines

SAISONSTART

Seit dem 1. April stehen die Tore der Grabkapelle im Hardtwald wieder offen: Immer donnerstags bis sonntags kann man einen Blick in dieses ungewöhnliche Monument der badischen Geschichte werfen. Und ab Sonntag, 9. April, beginnen auch die beliebten Sonderführungen wieder.

Die Winterpause ist beendet: Die Grabkapelle im Hardtwald ist wieder geöffnet

Seit dem 1. April stehen die Tore der Grabkapelle im Hardtwald wieder offen: Immer donnerstags bis sonntags kann man einen Blick in dieses ungewöhnliche Monument der badischen Geschichte werfen. Und ab Sonntag, 9. April, beginnen auch die beliebten Sonderführungen wieder.

KLEINOD MIT AUTHENTISCHEM CHARAKTER
Die Grabkapelle im Hardtwald ist ein beliebtes Ausflugsziel und ein Kleinod der badischen Geschichte: Die Großherzogsfamilie ließ den Sandsteinbau nach dem Vorbild der französischen Kathedralgotik als Familiengrablege errichten. Anlass dafür war der Tod eines Sohnes im jugendlichen Alter – und das Bedürfnis der Eltern, einen stillen Ort für ihre Trauer zu haben. Dass in der Gruft unter dem Kirchenraum bis heute die Toten der einstigen Herrscherfamilie liegen, trägt sicher zur besonderen Stimmung in der Kapelle bei. „Besondere Authentizität“ attestiert denn auch Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, dem Ort: „Die starke Aura des Echten – das ist auch für jemanden, der häufiger das Monument besucht, immer wieder bezwingend.“ Nicht nur für die Karlsruher ist die Grabkapelle, die nur während der wärmeren Monate von April bis Oktober geöffnet ist, ein Ziel für Spaziergänge und Besuche.

GEDENKORT IN DER EINSAMKEIT
„In der Abgeschiedenheit des tiefen Waldfriedens“, nördlich des Karlsruher Schlosses im Hardtwald, ließ das Großherzogspaar Friedrich I. und Luise von Baden dieses Mausoleum in den Jahren 1889 bis 1896 für ihren früh verstorbenen jüngsten Sohn, Prinz Ludwig Wilhelm, errichten. Der Verlust des Kindes im Jahr 1888 hatte in ihnen die Sehnsucht nach einem Gedenkort in der Einsamkeit geweckt. Deshalb wurde die Grabstätte fernab vom Betrieb der Residenzstadt am östlichen Rand des Schlossgartens erbaut. Heute sind hier 18 Mitglieder der Familie der Großherzöge von Baden bestattet.

EIN KLEINOD ALS ORT DES GEDENKENS
Die Großherzogliche Grabkapelle ist ein Kleinod der Architektur des 19. Jahrhunderts. Weithin sichtbar ist ihr Turm in gotischen Formen, mit Wasserspeiern und Fialen. Das Mausoleum aus rotem Buntsandsein beeindruckt besonders durch seine detailreiche Ausstattung, etwa durch die feinen Steinmetzarbeiten an den Säulen, die die Gewölbe tragen. In den Querschiffen des Kirchenraumes erinnern drei Grabmale mit marmornen Liegefiguren an Prinz Ludwig Wilhelm und seine Eltern. Still und friedlich, als ob sie schliefen, liegen der Prinz und das Großherzogspaar auf ihren mit kunstvoll drapierten Stoffen bedeckten Ruhestätten. Die Werke des Karlsruher Bildhauers Hermann Volz sind Glanzleistungen der Skulptur des späten 19. Jahrhunderts.

BEI SONDERFÜHRUNGEN GESCHICHTE ERLEBEN
Die Oberkirche mit den Marmorbildnissen der großherzoglichen Familie ist für Besucher vom 1. April bis 30. Oktober donnerstags bis sonntags geöffnet. Einblicke in die sonst unzugängliche Gruft bekommt man bei Sonderführungen, die jetzt wieder angeboten werden. Am 9. April steht zum ersten Mal in diesem Jahr der Rundgang mit dem poetischen Titel „In der tiefen Abgeschiedenheit des Waldfriedens" auf dem Programm. Diese Führung widmet sich der Geschichte der Kapelle und auch der Familiengeschichte des Herrscherhauses und lenkt den Blick auf Details der Ober- und Unterkirche. Höhepunkt ist der Besuch der Gruft, in der bis heute die Mitglieder der großherzoglichen Familie bestattet liegen.

SERVICE

SONDERFÜHRUNGEN Sonntag, 9. April 2017, 14.30 Uhr
„... IN DER TIEFEN ABGESCHIEDENHEIT DES WALDFRIEDENS"
Die Geschichte eines fürstlichen Grabmonuments

WEITERE TERMINE
Sonntag, 23. April 2017, 14.30 Uhr
Sonntag, 14. Mai 2017, 14.30 Uhr (Muttertag) sowie weitere Sonntagstermine

INFORMATIONEN UND ANMELDUNG
Service Center Botanischer Garten und Großherzogliche Grabkapelle Karlsruhe, Telefon +49(0)62 21.65 88 815 service@schloss-bruchsal.de

Großherzogliche Grabkapelle Karlsruhe
Klosterweg 11
76131 Karlsruhe Telefon +49(0)72 51.74-26 61
info@grabkapelle-karlsruhe.de

ÖFFNUNGSZEITEN bis 30. Oktober
Donnerstag 11.00 Uhr – 14.00 Uhr Freitag 14.00 Uhr – 17.00 Uhr
Samstag 13.00 Uhr – 17.00 Uhr
Sonntag 13.00 Uhr – 17.00 Uhr

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